Ausstellungen

Die Dauerausstellungen des Museums sind Themen gewidmet. Damit wird die 150-jährige Geschichte der technischen Herstellung von Produkten, die Lebensweise und die finanzielle Entwicklung dargestellt. Mit der Weiterentwicklung des Museums sichern heute viele Freiwillige in den aktiven Werkstätten die Weitergabe des Wissens.

Die Maschinenhalle

Wenn unsere freiwilligen “Maschinenmänner” in der großen Maschinenhalle die Motoren starten, kann man erleben und hören (!) wie die Arbeitsplätze in den Jahren von ca. 1800 bis ca.1950 ausgesehen haben und die Arbeiter belastet haben. Mechanische Kräfte waren anfangs die Voraussetzung für die industrielle Produktion. Maschinen übernahmen nun effektiv die Arbeiten, für die man in der Zeit davor Pferde, Wasserkraft oder viele Hände benötigte.  

Arbeiterwohnungen 1880 – 1998

Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Arbeiterwohnungen in der Straße Villavej, direkt neben dem Museum. Eine tolle Zeitreise. So lebten die Arbeiterfamilien in diesen Jahren. Villavej 49 Viele wundern sich über die Armut und Einfachheit des Lebens zum Ende des 19. Jh. Ca. 1920 verbessert sich der Lebensstandard für viele Familien. Jetzt gibt es sogar Elektrizität, Gas und fliessendes Wasser in den Wohnungen. 1935 gab es manchmal ein Hausmädchen. Diese wohnte mit ihren wenigen Habseligkeiten in einer kleinen Kammer. Kinder, die die Ausstellung besuchen, hören gar nicht auf, sich zu wundern. Villavej 51 In den 50er Jahren erleben wir den Einzug der kleinen Haushaltshelfer, die die Hausarbeiten erleichtern sollen. Danach kann man sich bald einen Fernseher leisten und die Wohnung ist mit einem Bad ausgestattet. Die Dachwohnung ist die “Bude” eines Lehrlings mit Musik und leeren Pizzakartons.

Schule

Eine authentische Schulklasse aus 50er Jahren erfreut viele Grosseltern, wenn sie mit ihren Enkeln das Museum besuchen. Aufstehen: “Guten Morgen, Herr Lehrer!” Das waren noch Zeiten. Frechheiten wurden sofort mit dem Stock geahndet. Wer zu spät kam, riskierte eine Ohrfeige. Von 11-14 Uhr zeigen “echte” Lehrer wie unterrichtet wurde. Für Kleine und Schulanfänger gibt es besondere Angebote und Aufgaben.

Werkstätten

Hier zeigen wir Werkstätten und Industrieproduktion: Buchbinderei (ca. 1880), echte Handarbeit Holzschuhproduktion (1900 - ca. 1920) von der Handarbeit zur maschinellen Unterstützung Schmiede mit Esse und Amboss Druckerei, u.a. Buchdruck, Steindruck Radioreparaturen á la 1960 Viele freiwillige Mitarbeiter präsentieren die Möglichkeiten der nostalgisch und manchmal sehr einfach anmutenden Werkzeuge und Maschinen. Sie verstehen ihr Handwerk und sind stolz darauf.

Ladenzeile 1950

Butiksgaden, das ist eine Ladenzeile aus der Nachkriegszeit, damals noch mit persönlicher Bedienung und natürlich vor der Zeit der Supermärkte. Der erste sog. Selbstbedienungsladen wurde im Juni 1949 in Esbjerg eröffnet. Und damals beginnt die Zeit der Billigprodukte, Reparaturen waren nicht mehr erforderlich oder nicht mehr möglich.

Bank 1930

Absolut authentisch ist unsere Bankfiliale aus dem Jahr 1930 eingerichtet. Besuchen Sie eine Schalterhalle aus dieser Zeit, das Büro des Direktors und den Konferenzraum des Bankvorstandes. Ja, als Bankdirektor gehörte man zu den Honoratioren und konnte Gäste gebührend empfangen. Für die wartenden einfachen Bankkunden gab es sogar eine Holzbank. In der Mitte des 18. Jh. entstanden die ersten Banken. Ca. 1900 konnte man schon 150 eigenständige Banken und über 500 Sparkassen in Dänemark zählen. Das Volk sollte ja für schlechte Zeiten einen Spargroschen - viele Kronen - zurücklegen.

Textilien und Mode

Unsere Textil- und Modeausstellungen findet man im Kleiderschrank - Klædeskabet. Wir zeigen nicht nur die Garderobe für den Sonntag. Die Entwicklung der Arbeitskleidung vom Beginn der Industrialisierung an wird in mehreren Bereichen des Museums als zusätzliches Exponat ausgestellt. Im Kleiderschrank können Junge und Junggebliebene die Mode der 60er, 70er und 80er Jahre bestaunen und anprobieren. Es ist fast wie ein Catwalk - ein Erlebnis.

Auf den Spuren der Industrie

Tabakfabriken, Brauereien, Druckereien, Maschinenfabriken und Fabriken für elektronischen Geräte, das sind die Branchen, die Dänemark über die Grenzen hinaus bekannt und berühmt gemacht haben. Das Museum versucht über diese Bereiche hinaus konsequent Exponate zu sammeln, Forschung zu betreiben und das Wissen darüber zu vermitteln. Eine der neuesten Ausstellungen zeigt authentisch das Büro des Fabrikbesitzers einer Tabakfabrik aus den 70er Jahren und die Produktion aus den 90er Jahren. Viele Arbeitsplätze in der Industrie sind verschwunden. Roboter, hochtechnologische Anlagen und auch automatische Produktionen haben den Menschen verdrängt. In Dänemark arbeiten heute ca. 300.000 Beschäftigte in der Industrie und produzieren fast 60 % aller Exportgüter des Landes.

Platz für Neues und Interessantes

Die “Nornske Haller” sind nach dem bekannten Architekten Viggo Norn benannt. Unter der schönen englischen Dachkonstruktion aus dem Maschinensaal des früheren Gaswerkes haben wir genügend Platz für wechselnde Ausstellungen als Supplement zu unserem festen Programm. In einem Bereich der Halle befindet sich eine Spielecke und der Picknickplatz für unsere Besucher.

© Danmarks Industrimuseum 2020